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Wie kommt man auf die Azoren

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Geschichtliche Einführung

Übersicht

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

• WIE KOMMT MAN AUF DIE AZOREN

 

Am schnellsten kann man den Archipel auf dem Luftweg erreichen. Die Flughäfen von Lages/Terceira, Joäo Paulo II/Säo Miguel, Castelo Branco/Faial, Pico und Santa Maria sichern die Verbindung mit der Außenwelt. Tägliche Flüge nach Lissabon ermöglichen Anschlüsse zu allen Ländern Europas oder den anderen Kontinenten. Regelmäßige Direktflüge gibt es auch nach Madeira, Porto und Nordamerika (Kanada und USA). Direkte Flugverbindungen bestehen außerdem zwischen Ponta Delgada und Malmö (Schweden). Gotemborg (Schweden). Stockholm (Schweden), Oslo (Norwegen). Kopenhagen (Dänemark). Frankfurt (Deutschland). München (Deutschland), Zürich (Schweiz), Helsinki (Finnland), Madrid (Spanien) und London (England). Durch die geographische Lage sind

die Inseln auch bevorzugter Anlegeplatz für Kreuzfahrtschiffe und Yachten, die den Atlantik zwischen Europa und Amerika überqueren.

 

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• GRENZFORMALITÄTEN

 

Da die Azoren zum portugiesischen Territorium gehören, benötigen alle Ausländer, deren Heimatländer keine diplomatischen Beziehungen zu Portugal oder portugiesischen Konsulate unterhalten, einen gültigen Pass.. Gibt es ein portugiesisches Konsulat, kann das Visa dort mit einem gültigen Reisepass beantragt werden. Für die Mitglieder der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft, sowie für Reisende aus der Schweiz und Liechtenstein ist ein Personalausweis ausreichend. Die Kontrolle der Ein- und Ausreise sowie des Gepäcks wird durch die Grenz- und Zollbeamten ausgeführt. Die Einfuhr von Haustieren, Pflanzen, Waffen, Fahrzeugen, sowie die vorübergehende Einfuhr von Gütern unterliegt einer eigenen Gesetzgebung. Zur Führung von Autos, Motorrädern und anderen Fahrzeugen benötigen alle Ausländer einen entsprechenden Führerschein ihres Herkunftslandes oder einen internationalen Führerschein. Ein- und Ausfahrt von Booten und Yachten unterliegt der Kontrolle der Hafenkommandantur.

 

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• SPRACHE

 

Es wird portugiesisch gesprochen, das auf einigen Inseln (z.B.SäoMiguel) einen eigenen Dialekt und sehr charakteristische Ausdrücke angenommen hat. Es ist relativ einfach jemanden zu finden der Englisch, Französisch oder manchmal auch Deutsch spricht.

 

 

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• KLEIDUNG

 

Für den Sommer ist leichte Kleidung angebracht. Im Frühjahr und Herbst, also in der Übergangsjahreszeit, braucht man auch für kühle und feuchte Tage entsprechende Kleidung. Für den Winter ist, obwohl die Temperaturen nicht stark absinken, wärmere und Regenfeste Kleidung empfehlenswert.

 

 

 

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• KIRCHE

 

 Die meisten Azorianer gehören der Römisch-Katholischen Kirche an, wovon auch die zahlreichen Kirchen und Kapellen auf allen neun Inseln zeugen. In den Kirchen, die täglich geöffnet sind, kann man die Messe oder sonstige Gottesdienste besuchen. Auf einigen Azoreninseln gibt es, wenn auch noch wenige, christliche Gemeinden anderer Konfessionen. Auf den Inseln findet man Repräsentanten folgender protestantischer Gemeinden: Baptistische Kirche; Evangelische Kirche der Gottesversammlung; Evangelische Gebetskirche; Kirche der Pfingstbewegung; und der Evangelischen Presbyterianischen Kirche. Diese Gemeinden treffen sich wöchentlich Samstags oder Sonntags.

 

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• FEIERTAGE

 

Gesetzliche Feiertage : 1 Januar (Neujahr); 21 März (Karfreitag); 10 April (Karfreitag); 12 April (Ostersonntag); 25 April (Tag der Freiheit); 1 Mai (Tag der Arbeit); 22 Mai (Tag der Autonomie und Fronleichnam); 10 Juni (Tag Portugals und seiner ausländischen Gemeinden); 11Juni (Fronleichnam); 15 August (Maria Himmelfahrt); 5 Oktober (Gründung der Republik); 1 November (Allerheiligen); 1 Dezember (Tag der Wiederherstellung der Unabhängigkeit); 8 Dezember (Maria Empfängnis); 25 Dezember(Weihnachten); Darüber hinaus gibt es freiwillige Feiertage wie Karneval (Februar oder März) und den Festtag der jeweiligen Gemeinde.

 

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• EINKÄUFE UND ÖFFNUNGSZEITEN

 

 Die azorianischen Geschäfte sind gut ausgestattet, sowohl mit den Dingen des täglichen Bedarfs, wie auch mit manchem schönen oder originellen Souvenirs, zu günstigen Preisen. Die Läden haben Wochentags von 9.00 bis 12.30 und von 14.00 bis 18.30 geöffnet. Samstags schließen die Geschäfte um 13.00. Es gibt aber auch Supermärkte, Ladenzentren und Souvenirgeschäfte, die am Wochenende geöffnet haben.

 

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RUNDFAHRTEN UND AUSFLÜGE

 

Überwältigend schöne Landschaften gibt es auf den verschiedenen Rundfahrten zu sehen, die auch von Reisebüros und Taxis angeboten werden. Die großartige azorianische Landschaft lädt zu erholsamen Spaziergängen auf kleinen, wenig benützten Wegen und phantastisch bewachsenen Fleckchen ein. Auch zum Wandern und Bergsteigen gibt es zahlreiche Möglichkeiten. 

 

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TAUCHEN UND UNTERWASSER-BEOBACHTUNGEN

 

Die einmalige Unterwasserwelt der Azoren lädt wegen der schönen Felsformationen und wegen des Fischreichtums geradezu zum tauchen ein.

Es gibt auf praktisch allen Inseln Tauchzentren. Die Yacht-Clubs und besagte Zentren stellen Ausrüstung für Scuba-Diving, Apnoetauchen und Unterwasserbeobachtung bereit (Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an die Yacht-Clubs und Tauchcenter.)

 

 

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VULKANISMUS

 

Der vulkanische Ursprung der Inseln und ihre Entwicklung im Laufe vieler Jahrtausende macht sie zu einem echten Live- Museum für hunderte kurioser vulkanischer Phänomene. Für mehr Informationen   wenden Sie sich bitte an das Observatorio Vulcanologico e Geotermico dos Azoren (OVGA),in Atalhada, Lagoa,auf der Insel SãoMiguel.

www.ovga-azoren.org

 

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MONUMENTE/ MUSEUM UND BIBLIOTHEK

 

Die bedeutendsten azorianischen Monumente historischen Wertes sind hauptsächlich die Kirchen die von der Besiedlung, an bis heute erbaut wurden. Ihr Inneres ist meistens mit vergoldeten Schnitzereien geschmückt, Holzeinlegearbeiten und bemalte Wandkacheln sind echte Kunstschätze. Neben den großartigen Kirchen und Kloster, von denen in manchen heute Museen untergebracht sind, kann man auch die über alle Inseln verstreuten, schlichten Kapellen und Wallfahrtskirchen bewundern. Nicht zu vergessen sind die Burgen und Festungen, Denkmäler, Gedenksäulen und Statuen die von der azorianischen Geschichte und ihren Berühmtheiten zeugen.

 

 

 

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VOLKSFESTE

 

In der azorianischen Geschichte haben die Naturkatastrophen einen bedeutenden Einfluss auf die Religiosität ausgeübt. Die"Heiliggeistfeste" und die traditionellen Feste der Schutzheiligen mit ihren Kirchweihen, Prozessionen und Blasmusikkapellen in den Musikpavillons, finden zwischen Mai und September in den verschiedenen Ortschaften statt. Der traditionelle Stierkampf auf der Insel Terceira begründet sich in der eigenen Geschichte der Insel. Schon die ersten Siedler brachten die Stierkampftradition mit, außerdem lebten hier früher auch Kastilianer. Die Stier kämpfe am Seil sind sehr eigenwillig, sie finden auf den Dorfstraßen statt die, durch Sperren abgeschirmt sind. Hier wird dann der Stier, der von einigen Männern mittels eines Seiles gehalten, manövriert und gelenkt.  Von den Zuschauern fordern dann die Kühnsten den Stier zu einem Wettrennen auf.

 

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ANMELDUNGFORMALITÄTEN BEI DER UNTERBRINGUNG

 

Anmeldung

Jeder Tourist erhält einen Gästeausweis mit Angaben über die Person und das Beherbergungsunternehmen. (Name, Zimmernummer, Preis,Ankunftsdatum, Abreisedatum). Entsprechend den internationalen Normen muss der Gast bei seiner Anmeldung die voraussichtliche Aufenthaltsdauer angeben, die nur durch einen neuen Vertrag verlängert werden kann. Die Zimmerbenutzung endet um 12 Uhr des Abreisetages. Touristen können aus über 70 Unterkünften wählen welche ihnen am besten entspricht. Außerdem stehen ihnen noch 60 Unterkünfte in ländlicher Umgebung zur Verfügung für einen Qualitätsaufenthalt in außergewöhnlichen Umgebungen, wo die Vergangenheit und die Gegenwart harmonieren.

 

 

Preise

 In jedem Zimmer eines Beherbergungs unternehmens hängt eine Preisliste. In den angegebenen Preisen sind Steuern und sonstige Gebühren enthalten.

 

 

Sonderabmachungen

Zusatzbetten und die Unterkunft von Kindern unter 8 Jahren unterliegen prozentualen Veränderungen der festgelegten Tabellenpreise. In der Hochsaison,vom 1. Mai bis 31. Oktober, steigen die Preise um einen bestimmten Prozentsatz, der sich nach der Art des Beherbergungunternehmens richtet.

 

  

Reklamationen

In allen Einrichtungen ist es Pflicht ein offizielles Reklamationsbuch zu haben. Reklamationen können auch in jedem Touristenbüro auf jeder Insel oder bei der regionalen Touristendirektion getätigt werden.

 

 

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GESCHICHTLICHE EINFÜHRUNG

 

Die Azoren wurden um 1427 von Portugiesen entdeckt und auf manche Küstenkarten des 14. und 15. Jahrhunderts eingezeichnet, Flores und Corvo allerdings erst 1452. Diogo de Silves wird als der wahrscheinlichste Entdecker der Azoren angesehen. Von Anbeginn ihrer Besiedlung Ende 1430 verbrüderten sich die Azoren mit dem Kontinent, um wichtige Hilfsdienste für die aus Indien und Amerika heimkehrenden Armadas zu leisten. In Zeiten großer Krisen wie dem Krieg mit Spanien 1850, und in den Jahren der Freiheitskämpfe 1832-34, waren die Azoren Leuchttürme auf dem späteren Weg. Während der beiden großen Kriege des XX. Jahrhunderts erwiesen die Azoren wiederholt ihre Bedeutung, indem sie der freien Welt logistische Beihilfe gaben. In der Verfassung von 1976 wurden die Azoren als autonome Region anerkannt, mit eigenem Statut und Legislativ- und Exekutiv-Organen, die periodischen Revisionen unterzogen werden. 2008 war die letzte Revision, die noch ihre Bestätigung erwartet.

 

 

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ÜBERSICHT

 

Zahlreiche Aussichtspunkte bieten herrliche Rundblicke auf die abwechslungsreiche Küste,mit spitzen Landzungen, die weit in das Meer hinausragen, oder steilen Felsen, die abrupt in den blauen Ozean abfallen und Buchten, von denen einige den kleinen Fischerbooten als Hafen dienen. Berge und stille Täler mit üppiger Vegetation, erloschene Vulkankrater mit herrlichen Seen, Fumarolen, Geysire und heiße Quellen, imposante Berggipfel und geheimnisvolle Höhlen, dazu die liebevoll gepflegten Felder, das alles verleiht den Inseln eine außergewöhnliche Landschaftsvielfalt. Durch die saubere Umwelt und die einzigartigen Lichtverhältnisse in einer ruhigen Umgebung, bieten sich hervorragende Voraussetzungen zum Fotografieren. Durch das sich daraus ergebende milde Klima und die natürliche Fruchtbarkeit des Bodens gedeihen hier auch vielfältige exotische Pflanzen. Qualitätsedelholzbäume, darunter viele einheimische, wie zum Beispiel die Zeder, tropische Früchte, darunter besonders die Ananas, eine Fülle von Blumen, wie die üppigen Hortensienhecken, Hibiskus, indisches Blumenrohr, Rhododendron, Kamelien, Ginster oder Azaleen, Viehweiden sowie Tee - und Tabakanbau verleihen den Azoren eine ungewöhnlich vielfältige Pflanzenwelt. Zu den wild lebenden Tieren, von denen die Wildkaninchen am zahlreichsten sind, zählen auch viele Vogelarten wie die Ringeltaube, der Mäusebussard, die Amsel und der Kanarienvogel. Verschiedene Mövenarten, sowie andere Seevögel kann man über dem Meer Beobachten. Das fischreiche Meer ist für Sportangler sehr interessant. Es gibt viele verschieden Fischarten, wie den roten Seebarsch, den Meeraal, den Schwertfisch, Blaufisch, Thunfisch, sowie die weiße und blaue Sardelle. Das Archipel der Azoren entspricht, in seiner aktuellen Form, einer großen ozeanische Plattform, eingekeilt zwischen der Amerikanischen Platte im Westen, der Euroasiatischen Platte im Nordosten und der Afrikanischen Platte im Süden. Dieses quasi dreieckige Gebiet nennt sich die Mikroplatte der Azoren. Die höchsten Erhebungen entsprechen den neun Inseln und den dazugehörigen lnselchen. Die Fischbänke um die Inseln sind oft ehemalige Inseln, welche durch Erosion oder einstürzende Meeresböden abgesunken sind. Daher wird davon ausgegangen, dass die Inseln vulkanischen Ursprungs sind und dass die Mikroplatte der Azoren ein Resultat der Öffnung des Atlantiks ist, hervorgerufen durch das stetige auseinander bewegen der drei Kontinentalplatten. Diese Bewegung hat, vielen Meinungen entsprechend, die Entstehung der Azoren vor 34 Millionen Jahren eingeleitet, während der langsamen Expansion der Ozeanböden nach Westen (Amerikanische Seite) und Osten (Europäische Seite), mit der Entstehung der großen Azoren - Gibraltar - Nordafrika - Appenninen-Fraktur im Süden (Afrikanische Seite). Von den Älteren Inseln ist Santa Maria übrig geblieben, mit vulkanischen Formationen, welche 8 Millionen Jahre alt sind. Vor ca. 6 Mio. Jahren, wurde die gesamte Plattform der Azoren durch Erosion und komplexe geologische Bewegungen eingeebnet. Dem folgte eine Phase der Marinen Sediment Ablagerungen (die berühmten Kalksteine von Santa Maria) und ein einschlafen der vulkanischen Aktivität. Vor ca. 4 bis 5 Mio. Jahren entfachte ein neuer Vulkaneismus, ausreichend für die Bildung der anderen Inseln und Inselchen. So entstanden das Riff der Formigas (Lava welche die Wasseroberfläche erreicht) und die Vulkane von Nordeste auf Säo Miguel (ca. 4 Mio. Jahre). Danach entstanden die Inseln Terceira (2,5 Mio Jahre), Säo Jorge und Graciosa (ca. 1,5 Mio. Jahre), sowie Faial (ca. 800000 Jahre, Vulkan von Ribeirinha). Die Inseln Flores und Corvo, welche sich auf der Amerikanischen Platte befinden, nahe dem Rand der Azorianischen Mikroplatte, sind kurz darauf entstanden. Erstaunlicherweise, ist die Insel Pico, entstanden vor 260000 Jahren, die einzige Ausnahme von der Regel der graduellen Wanderung der Inselbildung von Osten nach Westen. Sie liegt östlich der Insel Faial. Jede der Inseln hat sich nach eigenen Regeln weiterentwickelt, welche noch erforscht werden. Seit der Entdeckung der Inseln, wurden über 30 Eruptionen auf der Mikroplatte verzeichnet. Oberirdische wurden sie "Misterios" genannt, neue, für die ersten Siedler geheimnisvolle Ländereien. Die Bezeichnung ist sogar in den wissenschaftlichen Jargon übernommen worden Capelinhos auf Faial, war, 1858, das letzte und berühmteste vulkanische Mysterium der Azoren. Zu den Azoren gehört ein großes Seegebiet mit einer enormen Vielfalt an Unterwassergebirgen, aktiven Unterwasservulkanen, komplexen Ökosystemen und Lebensformen. Die Inseln bilden die höchsten Spitzen eines ausgedehnten Seegebirges des Mittel-atlantischen Rückens. Die Unterwasserlandschaft beherbergt eine aussergewöhnliche biologische Vielfalt. Besonders beachtenswert ist die D. Joäo de Castro Bank, ein Gebirgsrücken zwischen den Inseln Säo Miguel und Terceira. Die Azoren sind ebenfalls ein umfangreiches Studiengebiet für die Erforschung von heißen Tiefseequellen. Vor kurzem wurden mehrere interessante Lebensgemeinschaften an den Tiefseequellenfeldern Lucky Strike und Menez Gwen entdeckt, beide in der ausschließlichen Wirtschaftszone der Azoren gelegen. Die NGOWWF (World Wildlife Found) hat den Azoren, für ihren Beitrag zur Erhaltung der Meeresökosysteme die Auszeichnung "Gift to the Earth" verliehen. Derzeit sind fünf als Naturschutzgebiet ausgewiesene Hydrothermalquellen bekannt ("Lucky Strike", entdeckt 1992, "Menez Gwen", entdeckt 1994, "Rainbow", entdeckt 1997, "Saldanha", entdeckt 1998, und "Ewan", entdeckt 2006). Sie befinden sich im Süden des Archipels, und sind das Ziel ausführlicher wissenschaftlicher Forschung. Die derzeit 106 Azorianischen Naturschutzgebiete werden durch neun Naturschutzparks ersetzt - einen für jede Insel und ein Meeresschutzgebiet. Mittlerweile wurden schon die Naturschutzparks der Inseln Pico und Säo Miguel errichtet welche die einzelnen Gebiete verwalten. Das Angebot, die verschiedenen Farben kennen zu lernen, die 1001 Formen und die vielfältigen Lebensrhythmen, die die irdische und die Unterseeische Umwelt der kleinsten Insel der Azoren widerspiegeln, ist das Anliegen des Centro de lnterpretacäo Ambiental do Corvo. Außer den Biosphärenreservaten, haben die Azoren international anerkannte Schutzgebiete, gehören zum Natura 2000 Netzwerk, Kulturwelterbe der UNESCO,RAMSAR-gebiete und Meeresschutzgebiete im Rahmen der OSPAR Konvention. Außerdem wurden Infrastrukturen wie die Gruta das Torres und die Casa da Montanha in Pico, das Centro de Interpretacäo Ambiental e Cultural da IIha do Corvo oder das Centro de Visitação do Jardim Botänico do Faial geschaffen. Des weiteren werden in Kürze ein Virtuelles Aquarium und das Haus der Dabney auf der Insel Faial, sowie die Centros de interpretação Ambiental da Furna do Enxofre auf Graciosa, das der Fajä de Santo Cristo auf Säo Jorge, der Gruta do Carväo auf Säo Miguel, und der Fabrica do Boqueiräo auf Flores fertig gestellt sein. Interessant gebaute Häuser, typisch flämische Windmühlen, Kirchen und Kunstschätze von erheblichem Wert sind lebende Zeugen der Geschichte der Azoren, in der die Willenskraft und die Würde seines Volkes eine Konstante darstellten. Starke Traditionen des Volkes, wie Tänze und Gesänge, ausgelassene Stier kämpfe mit Seil und interessante Trachten, sowie tief verwurzelte religiöse Überzeugungen die sich in den unzähligen Kirchen und ganzjährigen Prozessionen widerspiegeln, sind Bestandteile der Existenz dieses einfachen und gastfreundlichen Volkes. Durch seine vielfältige geschichtliche Vergangenheit und den tief verwurzelten Traditionen seiner Bewohner, entwickelte sich das Archipel der Azoren zu einer Instanz in kunsthandwerklicher Hinsicht. Männer und Frauen entwickelten im Laufe der Jahrhunderte handwerkliche Techniken und bewahren sie bis heute. Die Isoliertheit, der Mangel an Kontakten zur Außenwelt, formte das Kunsthandwerk der Azoren zu einer Eigenständigkeit die sich in der Auswahl elementarer Materialien widerspiegelt, wie Holz, Pottwalzähne und Knochen, Fischschuppen,Basalt, Ton, Hortensienmark oder die Hüllblätter der Maiskolben. Überall auf den Azoren gibt es Kunsthandwerksschulen und Handwerker, die Traditionen am Leben erhalten möchten die mit der Besiedelung dieser 9 schönen Inseln begonnen hat.

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